Die richtige Betriebsstufe (Sommer und Winter)

Viele, aber längst nicht alle Deckenventilatoren können über sogenannte Zugschalter gesteuert werden, häufig sind diese schon an der Basisversion des jeweiligen Modells vorhanden. Durch leichtes Ziehen werden dann Drehgeschwindigkeit und, falls vorhanden, Beleuchtung reguliert. Bei einigen Modellen, insbesondere bei gewerblich genutzten Deckenventilatoren wird aber aus ästhetischen Gründen auf eine Vorinstallation von Zugschaltern verzichtet. Häufig lässt auch die Deckenhöhe eine Steuerung mittels Zugschalter nicht zu, denn wer möchte ständig auf eiune Leiter steigen. Hier empfiehlt sich der Einsatz von Fernbedienungen oder Wandschaltern, wobei dabei Einiges zu beachten ist.

Hat man sich für eine Variante der Steuerung entschieden, gilt es die richtige Drehgeschwindigkeit herauszufinden. Dabei muss man an kalten Tagen im sogenannten Winterbetrieb (auch Rückwärtslauf genannt) andere Faktoren berücksichtigen, als im Sommerbetrieb (oder Vorwärtslauf).

Im Winter geht es vor allem darum den Vorteil eines Deckenventilators zu nutzen, ohne dabei unangenehmen Zug zu verspüren. Bis zu einer Deckenhöhe von ca. 2,80 m kann man hier sinnvoll den Winterbetrieb einsetzten. Dazu wird am Gehäuse, dem Wandschalter oder der Fernbedienung die Laufrichtung des Ventilators so eingestellt, dass er sich rückwärts dreht, die Luft also ansaugt. So vermeidet man unangenehme Zugerscheinungen und kann die unter der Zimmerdecke angestauten warmen Luftschichten wieder in Zirkulation bringen. Dabei sollte die Drehgeschwindigkeit der Raumgröße und dem Durchmesser des Ventilators angemessen sein. Häufig ist hier die "goldene Mitte" das richtige Maß. Viele Deckenventilatoren verfügen über 3 bis 6 unterschiedliche Geschwindigkeitsstufen. Gehen wir also mal von einem Beispiel aus: 1 Deckenventilator verfügt über 3 Geschwindigkeitstufen (1.  Stufe 80 Umdrehungen pro Minute; U/min  2. Stufe 130 U/min  3. Stufe 180 U/min)  so wäre hier vermutlich die Geschwindigkeitsstufe 2 die optimale Lösung, um im Winterbetrieb das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Im Bezug auf die Drehzahl macht es für den Motor des Belüfters keinen Unterschied, ob er vorwärts oder rückwärts läuft. Die gewünschte Drehgeschwindigkeit lässt sich hier als per Zugschalter, Fernbedienung oder Wandschalter einstellen. Die Laufrichtung wird meist per Schiebeschalter am Gehäuse eingestellt.


Im Sommer nutzt man häufig die gesamte Bandbreite der Drehgeschwindigkeiten eines Deckenventilators aus. Während man tagsüber den heißen Temperaturen mit mittlerer oder höchster Drehgeschwindigkeit entgegnet, nutzt man abends und nachts die angnehme, laue Kühle der geringsten Drehgeschwindigkeit. Der so erzeugte Luftstrom sorgt für einen Austausch der warmen Luftschichten unmittelbar über der eigene Haut, was wir als angenehm und kühlend empfinden. Deshalb ist e besonders wichtig, den Deckenventilator individuell einstellen zu können, um ein unangenehmes Kühlungsgefühl zu vermeiden. Oft kommen hier aus Komfortgründen Funk- oder Infrarotfernbedienung zum Einsatz, denn so kann man schnell, individuell und ohne großen Aufwand die gewünschte Drehgeschwindigkeit einstellen. Natürlich kann man diese Einstellungen auch über die Zugschalter oder Wandschalter steuern. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Drehgeschwindigkeiten im Sommer häufiger gewechselt werden, als im Winter.
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