Deckenventilator im Winter

Erscheint Ihnen der Einsatz eines Deckenventilators im Winter noch unnötig wenn nicht ganz und gar spanisch? (Denn in Spanien ist es auch im Winter mild, da macht doch ein Ventilator durchaus Sinn!) Bei uns hingegen ist es in der dunklen Jahreszeit ja eher frisch draußen, für kühle Luft ist von Natur aus zu genüge gesorgt und wir sind froh, schnell rein ins Warme zu kommen.

Aber, das kennen Sie sicher, selbst bei gut vorbeheizten Räumen lässt das ersehnte wohlige Gefühl nach kurzer Zeit nach. Und genau an diesem Punkt setzt die Wärmerückführung durch einen Deckenventilator an. Dank kräftiger Rotation verteilt er angewärmte Heizungsluft optimal im ganzen Raum und erreicht so eine gleichmäßige Wohlfühltemperatur. Entdecken Sie die Vorteile der Deckenventilatoren auch im Winterbetrieb!

Inhalt:

Von Sommer- auf Winterbetrieb

Wie kommt es zum Wärmestau?

Durch Naturgesetze hat beheizte warme Luft eine geringere Masse und ist somit leichter als das Gasgemisch in kalter Form. Der bereits gewärmte Teil steigt nach oben und sammelt sich im geschlossenen Raum an der Zimmerdecke an. Die kühlere Luft verbleibt im unteren Wohnbereich, in dem wir uns meist aufhalten, und bildet hier eine eigene Schicht. Durch dieses physikalische Prinzip wird es im Zimmer trotz laufender Heizung oft fußkalt und ungemütlich. Je höher der Raum, desto stärker fühlbar ist der Temperaturunterschied zwischen oberer und unterer Luftebene und desto mehr Heizenergie wird an die Zimmerdecke verschenkt. Denn die Zeiten der studentischen Wohngemeinschaft mit selbstgebauten Hochbetten aus Europaletten sind für die meisten von uns ja vorbei, die Wärme an der Zimmerdecke nutz uns nicht wirklich. Jetzt sitzen wir mit unserem Besuch, dem neuen Lebensstandard angemessen, lieber in der unteren Ebene, in plüschiger Sofaecke und am Designer-Esstisch …und frösteln!

Gesundheitliches übers Frieren

Frierende Frau im Wohnzimmer

Wenn wir über längere Zeit bibbern, aber aus Sparsamkeit nicht noch mehr heizen wollen, werden die gesundheitlichen Nachteile der Wärmeschichtung spürbar.
Der Mensch reguliert seinen Wärmehaushalt, indem sich die feinen Blutgefäße an der Körperoberfläche zusammenziehen. Vor allem die Durchblutung der Extremitäten Hände und Füße wird nun eingeschränkt, um den überlebenswichtigen inneren Organe eine konstante Temperatur von 37 Grad Celsius zu sichern. Sobald wir vor Kälte unsere Arme fester an den Körper drücken und die Schultern eng anziehen, verkrampfen sich die Muskeln und wir werden im Nacken und Rücken ganz steif.
Ein kalter Bodenbereich ist besonders schädlich für Menschen mit Arthrose, Rheuma uns anderen Gelenkbeschwerden. Unbeheizte Füße über längere Zeit sind sehr lästig, weil das Gefühl, die Kälte ziehe langsam durch Körper und Knochen, sich einstellt. Eisige Füße bei hitzigem Kopf sind genauso unvorteilhaft, großgewachsene Menschen oder Besitzer niedriger Zimmerdecken kennen dieses Ärgernis. Während der klamme Untergrund ihre Zehen schon zum Kräuseln bringt, wird es um den Kopf herum zunehmend stickig. Die warme Luftschicht in Kopfhöhe ist oft trocken und belastet die Schleimhäute zusätzlich. Augenreizung und Kopfschmerzen können die Folge sein.

Besonders Frauen frieren durch die andere Verteilung von Körperfett mehr als Männer. Die weiblichen Wesen bieten durch ihre Rundungen mehr Körperoberfläche (im Vergleich zur Körpermasse) als Männer und geben daher mehr Körperwärme an die kühlere Umgebung ab. Auch auf kleine Kinder sollte Rücksicht genommen werden, sie spielen gern im unteren Wohnbereich auf Parkett und Teppich und sind eher der Kälteschicht ausgesetzt. Auch kühlen die kleineren Körper schneller aus, bald darauf macht sich ein leichtes Kratzen im Hals bemerkbar. Erkältungssymtome wie Schnupfen, Heiserkeit, laufende Nasen und überempfindliche Haut lassen sich im Vorfeld oft vermeiden.


Hören Sie auf ihre Freundin, sonst sitzen Sie bald alleine da!


Auch andere Mitbewohner wie die geliebten Haustiere halten sich vorwiegend in Bodennähe auf. Vor allem kleine und etwas schwerfällige (bzw. wohlgenährte) Hunde wie der Dackel können sich kaum selber helfen, wenn das Frösteln sie plagt. Da bleibt nur noch der Rückzug ins Körbchen, doch auch dies steht meist auf dem Fußboden. Anschnallbare Decken oder gar Pullover sind nicht artgerecht und führen ggf. zu verstärktem Schwitzen. Durch das nasse Fell frieren die Tiere letztendlich noch mehr.

Heizkosten sparen per Deckenventilator

Sobald Sie Ihre kalten Hände an die Heizung pressen und das Thermostat weiter aufdrehen, entstehen Ihnen zusätzliche Heizkosten. Ein Rechenbeispiel:
Ein Fußboden mit der Temperatur von 16 Grad Celsius wird als zu kalt empfunden. Die Heizung läuft bereits, doch warme Luft staut sich an der Zimmerdecke. Ab 21 Grad wären Sie zufrieden mit der Bodentemperatur. Aus Erfahrung kann man sagen, dass ein Grad wärmere Heizungsluft in etwa sechs Prozent höherer Heizaufwand bedeutet! Um 5 Grad höhere Temperatur zu erreichen wird daher ein 30 Prozent höherer Heizaufwand nötig! Bedenken Sie, dass sich auch diese Luft ggf. an der Decke staut. Auch kann der Raum dann schnell als überheizt oder zu trocken empfunden werden. Beim Ausgleich mit Frischluft durch Stoßlüftung zieht dann vor allem die warme Heizungsluft nach draußen!
Doch statt nachzuheizen, nutzten Sie lieber als eleganten und vor allem günstigen Weg Ihren Deckenventilator:
Im winterlichen Einsatz sparen Sie durch Luftumwälzung Wärmeenergie und Heizkosten ein. Laufruhig und leise vertreibt ein Markenventilator im Nu kalte Fingerspitzen und Nasen, denn er verwirbelt und vermengt die Zimmerluft, bis durch den Wärmeaustausch eine gleichmäßige angenehme Temperatur erreicht ist.

So funktioniert der Wärmeausgleich per Deckenventilator


Besonders die Stromsparmotoren benötigen sensationell wenig Betriebsenergie. Die neuesten Energiesparmodelle verbrauchen beispielsweise lediglich 5 - 23 Watt, je nach Geschwindigkeitsstufe. Ein Ventilator im mittleren Effizienzbereich verbraucht in etwa so viel Strom wie eine herkömmliche 100 Watt Glühbirne. Die Kennzeichnung der Energieklasse ist oftmals in der Artikelbeschreibung angegeben.
Diese Methoden zur Wärmerückführung ist zudem weitaus günstiger in Anschaffung und Installation als z.B. Rohrleitsysteme, welche sich durch bauliche Beschränkungen auch nicht immer einsetzen lassen. Weiterführendes lesen Sie hierzu bei Interesse im Kategorietext Professionelle Lüftungstechnik.

Ihre Vorteile mit Deckenventilator auf einen Blick:
  • Heizkostenersparnis im Winter
  • Geringe Betriebskosten
  • bis zu 25 Jahre Garantieleistung auf den Motor
  • leichte und schnelle Montage
  • selten bis keine Wartung notwendig
  • individuelle Anpassung an geänderte Bedürfnisse (Größe, Farbe)
  • höhere Flexibilität als installierte Heizkörper, z.B. bei Umzug
  • optische Aufwertung des Raums
  • Umweltfreundliche Methode Wärmeenergie zu nutzen

Sinnvoller Einsatz - Raumhöhe beachten

Deckenventilatoren verwirbeln die Raumluft gleichmäßig und sorgen so im Winter für den erwünschten Temperaturausgleich. Die Geräte lassen sich problemlos in kleinen bis mittleren Zimmern aber auch in großen Hallen und einsetzen. Beachten Sie aber unbedingt Ihre Raumgröße und Raumhöhe für den optimalen Einsatz des Ventilators!
Je nach Zimmergröße und Deckenhöhe ist der Einsatz im Vorwärtslauf (Sommerbetrieb), Rückwärtslauf oder die Installation eines TemperaturDifferenzAusgleich-Systems angebracht. Der Vorwärtslauf ist natürlich auch im Winter möglich, kann aber bei niedrigen Räumen zu unangenehmem Luftzug führen. Daher bieten viele Hersteller einen speziellen Motor mit zusätzlicher Rückwärtslauffunktion an.

Bei einer Deckenhöhe unter 2,80m empfiehlt sich der Einsatz eines Ventilators mit Rückwärtslauf. Die Laufrichtung von Sommer- auf Winterbetrieb lässt sich bei den meisten Modellen über einen Schiebeschalter direkt am Gehäuse einstellen, bzw. bei DC Modellen via Fernbedienung. Im Rückwärtslauf wird die Luft über dem Ventilator durch Rotation angesaugt und mit Schwung an die Zimmerdecke gedrückt. Von dort läuft sie entlang zu den Raumwänden und an diesen bis zum Fußboden. Unter dem Ventilator entsteht ein Unterdruck, der die Bodenluft wieder ansaugt und der Kreislauf beginnt erneut. So werden alle Luftschichten erfasst und die Temperatur der warmen Deckenluft und der kühlen Bodenluft gleicht sich bei jedem Durchlauf einem einheitlichen Mittelwert an. Die Vorteile: Es ist kein zusätzliches Heizen nötig und es entsteht kein kalter Luftzug! Der Rückwärtslauf funktioniert bei den unterschiedlichsten Heizformen, z.B. Kamin, Kachelofen und einigen Heizlüftern.

Für sehr niedrige Decken bieten wir extraflache Ventilatoren an. Diese arbeiten genauso zuverlässig wie Ihre längeren Verwandten.
Achtung: Der Rückwärtslauf greift bei hohen Räumen mit Deckenhöhe über 2,80m nicht! Die obere Luftschicht wird, genauso wie in niedrigeren Zimmern auch, an die Decke gepresst. Bewegungsenergie treibt sie die Wände entlang nach unten, doch bei der längeren Strecke lässt der Anschub auf halbem Weg langsam nach. Sofort unterliegt die warme Luft durch ihre geringe Masse einem natürlichen Auftrieb. Sie strömt wieder nach oben Richtung Ventilator, den hier besteht ein starker Unterdruck. Der Ventilator drückt die Luft mit kräftigen Flügeln zurück an die Decke. So erreicht sie gar nicht erst den kühlen Boden, um sich mit der unteren Luftschicht anzugleichen.

In hohen Räumen über 2,80 m ist es daher ratsam den Ventilator auf langsamer Stufe im Vorwärtslauf (Sommerbetrieb) eingestellt zu lassen. Auch hier wird die Luft gut durchmischt und die Temperatur ausgeglichen. Damit kein unangenehmer Luftzug entsteht, sollte die Luftgeschwindigkeit im Wohnraum so gering wie möglich sein. Sonst entsteht Verdunstungskühlung an der Hautoberfläche, inklusive steifem Nacken und verspannten Schultermuskeln. Ideal ist es, wenn Sie die Drehstufe des Ventilators an Ihre Raumhöhe anpassen können. Ein Großteil unserer Modelle bietet 3 bis 6 Geschwindigkeitsstufen zur Auswahl. Die Drehgeschwindigkeit lässt sich oftmals bequem über einen am Gerät befestigten Zugschalter, die mitgelieferte oder ggf. separat bestellte Fernbedienung oder per Schalter an der Wand einstellen.

Im gewerblichen und industriellen Bereich, z.B. zum Einsatz in großen Werks- und Sporthallen eignen sich TDA-Modelle hervorragend, auch im Winter. Nach der Installation eines vollautomatischen TDA Systems mit Thermostat geben Sie lediglich noch Ihr Wunschklima ein. Über Sensoren an Raumdecke und mittlerem bzw. Bodenbereich wird die Temperatur vom Gerät gemessen und die Raumluft einheitlich vermengt. Der Ventilator schaltet automatisch ab, wenn eine homogene Mischtemperatur erreicht ist. Eine stetige Kontrolle Ihrerseits ist nicht mehr erforderlich. Bei langen Räumen oder Hallen ist unter Umständen der Einsatz mehrerer Geräte empfehlenswert. Der Flügeldurchmesser und der Wirkungsbereich im Raum sind bei creoven.de Artikelbeschreibung stets angegeben. Bei Unklarheiten zu einem gelisteten Artikel fragen Sie gern unseren Kundendienst. Bringen Sie Ihre Zimmerluft in Schwung!

Zusätzlicher Nutzten

Hochwertig verarbeitete Markenartikel, wie z.B. der Ventilator LOFT Nickel satiniert, bieten die Möglichkeit von Vor- und Rückwärtslauf, individuell einstellbar je nach Ihrer Zimmergröße. Sie laufen in verschiedenen Geschwindigkeitsstufen superleise und ruckeln nicht. Genießen Sie das ganze Jahr über erstklassiges Design und erfreuen Sie sich an einem Eyecatcher, den nicht jeder hat aber von dem viele träumen. Sehr schick kommt er in Empfangsräumen, Hotels, Gastronomie und Gewerbe zur Geltung.

Etliche unserer Modelle bieten eine integrierte Beleuchtung, sodass Sie in der dunklen Jahreszeit mit Wärme und angenehm stimmungsvollem Licht versorgt werden - alles aus einem Gerät! Eine weitere Deckenleuchte ist, abhängig von der Raumgröße, wahrscheinlich nicht mehr notwendig.

Mit praktischem Zubehör wie Zug- und Wandschalter oder Fernbedienung ist die Umstellung von Vorwärts- nach Rückwärtslauf, bzw. Sommer nach Winterbetrieb noch leichter zu bewerkstelligen.

Pflege und Wartung

Wenn sich Staub und andere Partikel der Zimmerluft auf den Ventilatorblättern ansammeln, reicht in den meisten Fällen die Entfernung mit einem Wedel oder einem leicht angefeuchteten Tuch vollkommen aus. Dies sollte regelmäßig vorgenommen werden, da eine dicke Staubschicht zu Überhitzung der Technik führen kann. Bei hartnäckigen Flecken können Sie, je nach Material der Flügelsätze, ein mildes Reinigungsmittel oder spezielle Holzpolitur verwenden. Wringen Sie das Putztuch stets gut aus und nutzen Sie keinesfalls tropfnasse Schwämme!
Oftmals sind unsere geführten Modelle wartungsarm bzw. wartungsfrei und mit einer langjährigen Hersteller-Garantie versehen. Sobald Sie Hilfe bei der Montage etc. benötigen, fragen Sie einen Fachelektriker oder Handwerker Ihres Vertrauens.

Die Glühbirnen haben je nach Hersteller einen eigenen Lebenszyklus, z.B. angegeben in Lichtstunden, und müssen regelmäßig ausgewechselt werden. Den genauen Turnus entnehmen Sie der jeweiligen Artikelbeschreibung. Natürlich können Sie bei uns im Shop jederzeit Ersatzlampen nachbestellen (Link Zubehör). Der Einbau neuer Lampen in einen Ventilator ist genauso leicht, wie in eine normale Deckenleuchte. Achten Sie lediglich darauf, dass der Stromkreislauf sicher unterbrochen ist.

Unsere Markenventilatoren richten sich nach internationalen Normen und sind zum Teil durch zertifizierte Schutzklassen für die hohen Anforderungen in Industrie und Gewerbe geeignet. In Großküchen und Werkhallen stellen z.B. fetthaltige Luft, umherfliegende Partikel und Spritzwasser eine größere Herausforderung dar, als im Privatgebrauch. Einige Hersteller bieten mit Ihren Produkten die Möglichkeit, einzelne Teile z.B. Flügel auszutauschen. Dies ist sehr praktisch, wenn durch selbstverursachte Schäden z.B. durch herumfliegende Bälle oder neugierige Haustiere, nur Teile des Ventilators erneuert werden müssen.

Machen Sie es sich zu Hause gemütlich und beobachten Sie den Fall der Schneeflocken doch einfach vom Fenster aus. Mit unseren Deckenventilatoren sitzen Sie auf jeden Fall im Warmen!

Quellen:
http://www.gesundheitstrends.de/kompakt/fussgesundheit/kalte-fuesse.php
http://www.gesundes-lernen.info/was-passiert-in-mir-wenn-ich-friere-2/
http://www.klimatechniknet.de/luftungsanlage/was-sollte-man-bei-ventilatoren-beachten

Bildquellen:
Produktvideos © creoven.de
Abbildung 1: © Ainoa - Fotolia.com
Abbildung 2: © Antonioguillem - Fotolia.com

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