Resonanzgeräusche, wie entstehen sie und wie kann man sie vermeiden?

Was sind Resonanzgeräusche?

Jeder elektrische Motor erzeugt Schwingungen, diese sind akustisch vom menschlichen Gehör kaum wahrnehmbar. Jedoch übertragen sich diese über feste Gegenstände, die mit in Schwingungen versetzt werden. Weiche, dämpfende Materialien können den Lauf der Schwingungen unterbrechen. Stößt eine solche Schwingung auf einen Resonanzkörper, z.B. eine schlecht abgehängte Holz- oder Rigipsdecke oder einen losen Balken, dann erzeugt dieser Resonanzkörper ein sehr unangenehmes Geräusch, das sogenannte Resonanzbrummen (auch 50Hz-Brummen genannt). Ähnlich wie bei einer Gitarre:schwingen die Saiten an sich unhörbar und werden erst durch den Holzkorpus (Resonanzkörper) wahrnehmbar. 

Richtige Montage der Deckenhalterung verhindert Resonanzgeräusche

 

Wie lassen sich Resonanzgeräusche vermeiden?

Die Auswahl des Montageortes ist hier ein entscheidender Faktor. Sie sollten diese Stelle so wählen, dass die Befestigung möglichst an einen Querträger, eine Latte oder ein Trageelement geschraubt wird. Bei niedrig abgehängten Decken empfiehlt sich die Verschraubung durch die Holz- oder Gipskartondecke in die feste Decke und ein "Verspannen" der Resonanzfläche nach oben. Hiermit reduziert man die Möglichkeit des Mitschwingens und der Entstehung von Resonanzgeräuschen. Haben Sie noch Zugang zur Hauptdecke (Odenwalddecke), so kann die Aufhängung an einer speziellen, einstellbaren Vorrichtung erfolgen, die in verschiedenen Größen lieferbar ist. Als einzige Gegenmaßnahme bei Resonanzgeräuschen nach erfolgter Montage bietet sich das Einlegen von Moosgummistreifen in die Aufhängung bei Modellen mit Deckenstange (Halbkugel- oder Dreiecksgelenk) oder bei
Geräten ohne Deckenstange zwischen Decke und Befestigung an. Hier können auch hilfsweise Teppichreste verwendet werden.

Ziel ist, dass es keine starre Verbindung mehr zwischen Ventilator und Decke gibt, da hier die Schwingungen ungehindert übertragen werden. Zum Testen der Ursache von Geräuschen bietet es sich an, den Motor (mit angeschlossener Erdung und unter Beachtung aller Maßnahmen hinsichtlich elektrischer Sicherheit) ohne Flügel in der Hand frei zu halten und in allen Stufen laufen zu lassen. Das Resonanzgeräusch sollte nach diesen Maßnahmen verschwunden sein. Ist das Geräusch immer noch zu hören, ist wahrscheinlich Motor an sich das Problem.

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