Sommerventilatoren


Sommerventilatoren

Unter dem Begriff Sommerventilatoren werden verschiedene Arten von Ventilatoren zusammengefasst. Dabei unterscheiden sich die Belüfter in Bauart, Funktionsweise oder Einsatzgebiet. Sie werden vorallem als Sommerventilatoren bezeichnet, weil sie fast ausschließlich zur Belüftung und Abkühlung an wärmeren Tagen eingesetzt werden. Eine Ausnahme bilden die Industrieventilatoren und Windmaschinen, deren Anwendungsbereich oft temperaturunabhängig ist, da sie beispielsweise zur Bautrocknung oder als Zusatzbelüftung eingesetzt werden. Neben diesen gewerblich genutzen Ventilatoren gehören auch Tischventilatoren, Standventilatoren, Wandventilatoren und Bodenventilatoren zur Kategorie der Sommerventilatoren. Der Zeitpunkt ihres saisonalen Einsatzes unterschiedet sie beispielweise von den Deckenventilatoren, deren Funktionsweise auch Einsatzmöglichkeiten im Winter zulässt, indem im sogenannten Winterbetrieb oder Rückwärtslauf Heizkosten durch Warmluftrückführung reduziert werden. Damit sind Deckenventilatoren ganzjährig einsetzbar und Sommerventilatoren ihrem Namen entsprechend nur im Sommer.

 

Welche Arten von Sommerventilatoren gibt es?

Um Sommerventilatoren in ihrer Bauart und Funktionsweise unterscheiden zu können, werden Sie in weitere Unterkategorien eingeteilt. Tischventilatoren bilden eine dieser Unterkategorien und zeichnen sich vor allem durch ihre Flexibilät und übersichtliche Bauweise aus. Zu einer weiteren Unterkategorie werden Standventilatoren zusammengefasst. Sie überzeugen durch Laufruhe und Kontinuität. Die Bezeichnung Wandventilatoren bezieht sich auf die Befestigungsart einer weiteren Unterkategorie. Bodenventilatoren werden wegen ihrem bevorzugten Einsatzgebiet so genannt und bilden ebenfalls eine eigenständige Unterkategorie. Und schließlich sind noch die Industrieventilatoren und Windmaschinen zu nennen, die ebenfalls eine eigene Unterkategorie darstellen.

 

 

Tischventilatoren – klein, flexibel und leistungstark

 

TischventilatorMan erkennt sie häufig an ihrem soliden Standfuß und den geringen Abmessungen, die kleinen Belüfter für den Tisch. Und es gibt sie in unterschiedlichsten Formen, Farben und Varianten, im Retro-Look, in klassischem Chrom oder aus Kunststoff. Ihre Leistungsfähigkeit wird in Luftdurchsatz in Kubikmeter pro Stunde (m³/h) angegeben und richtet sich nach der Drehzahl des Motors und dem Durchmesser des Flüglerades, sowie der Neigung, Anzahl und Profilierung der Flügelblätter. Dabei ist zu beachten, dass eine auffällige Optik nicht immer, aber oft, zu Lasten der Effektivität geht. Das günstigste Größe-Leistungs-Verhältnis haben häufig ganz schlichte Tischventilatoren aus Kunststoff mit einem mehrblättrigen Flügelrad mittleren Durchmessers (ca. 30 cm). Aber das Auge fühlt eben mit und Ästhetik spielt bei Haushalts- und Elektrogeräten eine immer größere Rolle. Das erkennen auch die Hersteller und versuchen hohe Luftleistung, Funktionalität und innovatives Design ausgewogen miteinander zu kombinieren. So verfügen immer mehr Tischventilatoren beispielsweise über einen Tragegriff am Gehäuse und ein stylisches Bedienelement am Standfuß. Auch die nützliche Schwenkfunktion, auch Oszillation genannt, gehört bei vielen Tischventilatoren zum Standardrepertoire und kann auf Wunsch zu oder abgeschaltet werden. So werden die angenehm kühlenden Luftmassen gleichmäßig im Raum verteilt.

 

Standventilatoren – solide und beständig

 

StandventilatorDie Ventilatoren, die dieser Unterkategorie angehören werden in diversen Varianten angeboten. Sogenannte Säulenventilatoren werden diesem Segment ebenso zugerechnet, wie die klassischen Standventilatoren. Die Funktionsweise der Säulenventilatoren unterscheidet sich dabei deutlich von den Standventilatoren, obwohl beide gleichbleibende und solide Luftleistung liefern. Durch die vertikale Anordnung von Luftwalzen oder Trommeln im Inneren erzeugen Säulenventilatoren einen gleichmäßigen Luftstrom auf geräuscharme Weise. Luftlenklamellen im Gehäuse steuern dann die Bewegung der Luftmassen und verteilen diese im Raum. Um eine geichmäßige Verteilung zu gewährleisten, verfügen viele Säulenventilatoren über eine Oszillations-Funktion, bei der das gesamte Außengehäuse mitsamt Luftlenklamellen von einer Seite zur anderen geschwenkt wird. Standventilatoren funktionieren hingegen nach dem gleichen Prinzip, wie Tischventilatoren. Sie verfügen über eine elektrisch betriebene Welle, auf der ein mehrblättriges Flügelrad in Rotation versetzt wird. Dadurch wird Luft von der Rückseite des Standventilators angesaugt und durch das Gerät nach vorn wieder ausgeblasen. Die dadurch entstandene Geschwindigkeit der Luft sorgt dann für den angenehmen Kühleffekt. Auch Standventilatoren verfügen meist über eine zuschaltbare Schwenkfunktion, bei der sich Motor, Flügelrad und Schutzkorb gemeinsam drehen. Fixiert wird das Ganze durch eine meist höhenverstellbare Stange, die mit einem soliden Standfuß verbunden ist. In der Regel sind Standventilatoren meist deutlicher akustisch wahrnehmbar, als Säulenventilatoren. Das hängt mit den Windgeräuschen der verdrängten Luftmengen zusammen. Die Hersteller sind jedoch mittlerweile sehr erfolgreich dabei, Flügelräder so zu optimieren, dass auch Standventilatoren sehr geräuschreduziert funktionieren.

 

Wandventilatoren – optische Highlights mit nützlicher Klimafunktion

WandventilatorAuch Wandventilatoren funktionieren nach dem Prinzip der Tisch- und Standventilatoren mithilfe eines rotierenden Flügelrades. Im Gegensatz zu ihren mobilen Artgenossen werden diese Ventilatoren allerdings fest an der Wand montiert und bleiben dort dauerhaft installiert. Daher sind sie auch ständig sichtbar, weshalb Hersteller eine Vielzahl von optisch ansprechenden Modellen entwickelt haben, die vorallem in Büros, gastronomischen Einrichtungen, Hotels aber auch im privaten Bereich sehr geschätzt werden. Denn neben ihrer ansprechenden Ästhetik sind diese Geräte ebenso leistungsstark, wie Tisch- oder Standventilatoren und verfügen häufig über eine Oszillations-Funktion. Da sie, bautechnisch bedingt, manchmal auch etwas weniger gut manuell zu erreichen sind, sind viele Wandventilatoren mit einer Fernbedienung ausgestattet. Auch bei diesen Belüftern gilt es, ein ausgewogenes Maß an Funktionalität und Optik zu finden.

 

Bodenventilatoren – leistungsstarke Allrounder

 

BodenventilatorVor allem Fotografen, Gastronomen und Gewerbetreibende schätzen Bodenventilatoren wegen ihren diversen Einsatzmöglichkeiten. Die Funktionsweise dieser Belüfter ist schnell erklärt, weil sie identisch mit der von Tisch- und Standventilatoren ist. Es gibt lediglich einen Unterschied, und der ergibt sich bereits aus der Bezeichnung dieser Unterkategorie. Denn diese Ventilatoren werden mit Gestell oder Standfüssen für die Aufstellung auf dem Boden geliefert. Natürlich bleibt ihr Standpunkt flexibel und so können sie überall aufgestellt werden. Manchmal werden sie zur Trocknung großer Flächen eingesetzt, anderen Ortes dienen sie zur Set-Belüftung eines Foto-Shootings, und wieder andere nutzen sie zur Klimatisierung von Diskotheken und Großveranstaltungen. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind beinahe unbegrenzt, sofern man über einen greifbaren Stromanschluss verfügt. Im Gegensatz zu Tisch- und Standventilatoren, verzichten Hersteller bei Bodenventilatoren in der Regel auf eine Schwenkfunktion. Insgesamt sind Bodenventilatoren sehr robuste und leistungsstarke Belüfter zum vielseitigen Einsatz. Ebenfalls zu dieser Unterkategorie gehören die Boxventilatoren. Deren Funktionsweise ähnelt der von Bodenventilatoren, allerdings umgibt sie ein boxähnliches Gehäuse, weshalb sie auch so genannt werden.

 

 

 

 

Industrieventilatoren & Windmaschinen – Die Königsklasse der Belüfter

 

IndustrieventilatorDas Prinzip, nach dem Industrieventilatoren und Windmaschinen Luft in Bewegung versetzten, entspricht der Funktionsweise von Tisch- und Standventilatoren. Luft wird durch ein mehrblättriges Flügelrad einseitig angesaugt, beschleunigt und nach vorn wieder ausgeblasen. Der Unterschied liegt hier in der Dimension, denn Windmaschinen haben bedeutend größere Abmessungen und bewegen damit wesentlich größere Luftmengen. Wegen ihres hohen Luftdurchsatzes sind sie sehr beliebt im industriellen Bereich. Ein typisches Einsatzszenario für Windmaschinen ist die Bautrocknung. Ihre Bauweise und Optik ist funktional und zweckorientiert, also eher robust und widerstandsfähig. Gleiches trifft auch auf Industrieventilatoren zu. Jedoch ist ihr Leistungsvermögen nicht automatisch identisch mit dem der Windmaschinen. Sie können durchaus kleinere Abmessungen haben und ähnliche Leistungsgwerte wie Stand- oder Bodenventilatoren. Ihre Konstruktion ähnelt aber eher ihrem Anwendungsbereich und Zweck und damit den Windmaschinen. Ein typischer Anwendungsbereich für Windmaschinen sind Fotostudios oder Lagerräume Grundsätzlich lässt sich sagen, das Industrieventilatoren und Windmaschinen eher für den gewerblichen Bereich geeignet sind. Für private Haushalte sind sie häufig zu groß und manchmal auch zu laut. Denn die stark auf Leistung und Funktionalität ausgerichtete Bausweise geht zu Lasten der Geräuschreduzierung.

 

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