Energieverbrauch von Deckenventilatoren

Strom war schon immer eine teure Angelegenheit. Obwohl die meisten Deutschen die Auffassung vertreten, dass es sich bei der Energiewende um eine gute Sache handelt, ärgern sich viele Verbraucher über steigende Stromkosten. Unnötig möchte niemand seine Rechnungen in die Höhe treiben. Aus diesem Grund interessieren sich viele Kunden bereits vor dem Kauf eines Produkts für dessen Energieeffizienz beziehungsweise dem damit verbundenen Kostenaufwand. Das ist auch ihr gutes Recht, denn schließlich wollen sie sinnvoll und zukunftsorientiert investieren. Dies ist mit der Anschaffung eines Deckenventilators anstelle einer herkömmlichen Klimaanlage gut machbar. Verstellbare Deckenventilatoren sind Teil einer modernen Lüftungstechnik für Haus und Wohnung. Sie bieten nicht nur viele Regulierungs- und Einstellungsmöglichkeiten entsprechend der Wünsche des Benutzers, sondern lassen sich zudem dezent und ästhetisch in jedes häusliche Umfeld integrieren. Einer ihrer größten Vorteile dabei ist dabei ihr geringer Energieverbrauch. Auch bei längerfristiger und häufiger Nutzung wird das Portemonnaie nicht unnötig belastet.

Technische Details und Informationen

Deckenventilatoren sind nicht nur im Sommer eine große Hilfe. Dank dem sogenannten Laufrichtungswechsel können sie im Winter dazu beitragen, Heizkosten zu sparen. Dies ist durch eine Umdrehung der Laufrichtung möglich. So wird die aufgestiegene warme Luft von oben wieder an das untere Ende des Raums befördert. Durch diese Zirkulation ist der Raum gleichmäßig erwärmt und die Heizung muss nicht unnötig aufgedreht werden. Deckenventilatoren sorgen also nicht nur in den warmen Sommermonaten für ein angenehmes Raumklima, sondern kommen auch dann zum Einsatz, wenn die Nächte länger und kälter werden. Es ist also ein Sommer- und Winterbetrieb möglich.

In der Regel lassen sich Deckenventilatoren über Wandschalter oder Fernbedienungen aktivieren und regulieren. Durch die Wahl der richtigen Geschwindigkeitsstufe des Ventilators können sowohl die Entstehung von Zugluft als auch das Auftreten von Erkältungsbeschwerden vermieden werden. Darüber hinaus dienen die Einstellungsoptionen dazu, je nach Kälte- beziehungsweise Wärmegrad im Raum eine geeignete Lüftungsstärke anzubieten. Handelsübliche Geräte verfügen zwischen drei und sechs verschiedene Geschwindigkeitsstufen. Aus ihnen kann per Schalter oder per Fernbedienung frei gewählt werden.

EnergiekostenKostengünstige Lüftungstechnik: Ein Rechenbeispiel

Inwieweit ein Deckenventilator sparsamer und somit auch lohnenswerter als eine Klimaanlage ist, soll nachfolgend anhand eines Rechenbeispiels erläutert werden. Vorher ist aber ein Blick auf den durchschnittlichen Verbrauch eines Ventilators sinnvoll. Je nach gewählter Geschwindigkeit variiert dieser. Zu Vereinfachungszwecken wird hier nicht von den maximal sechs möglichen, sondern von den drei in den meisten Fällen eingebauten Stufen ausgegangen. Die erste Stufe ist die langsamste und somit auch die kostengünstigste Einstellung. Ein Ventilator, der auf Stufe 1 eingestellt ist, verbraucht im Schnitt 20 Watt pro Stunde. Bei der am häufigsten genutzten mittleren Drehgeschwindigkeit (Stufe 2) werden etwa 35 Watt pro Stunde verbraucht. Die höchste Einstellungsoption, die Stufe 3, benötigt bei einer Laufzeit von 60 Minuten 60 Watt. Diese Stufe ist zwar sehr energieintensiv, wird jedoch nur selten eingestellt.

Rechenbeispiel

Im Kontrast zu dem Deckenventilator steht die Klimaanlage. Sie verbraucht in einer Stunde ganze 2.500 Watt und weist damit einen deutlich höheren Energieverbrauch auf als ein Deckenventilator. Wie sich das auf die Haushaltskasse auswirkt, soll die nachstehende Rechnung verdeutlichen. Es wird von einem aktuellen Strompreis von ca. 24 Cent pro Kilowattstunde (1.000 Watt) ausgegangen:

Das Beispiel zeigt, dass ein Deckenventilator auch dann, wenn er auf höchster Stufe zehn Stunden täglich an jedem Tag der Woche läuft, weniger verbraucht als eine durchschnittliche Klimaanlage. Während diese im Laufe einer Woche Kosten in Höhe von 42,00 € verursacht, fallen für den Ventilator lediglich 1,01 € an. Es ergibt sich eine Kostendifferenz von mehr als 40,00 € wöchentlich. Damit lässt sich die energiesparende Betriebs- und Funktionsweise des Deckenventilators sogar rechnerisch nachweisen. Dies gilt sogar dann, wenn die Tatsache, dass das Einstellen der höchsten Stufe des Ventilators in den meisten Fällen nicht nötig ist, keine Berücksichtigung findet.

Es sei an dieser Stelle der Hinweis erlaubt, dass Klimaanlagen bei guter Funktionsweise und durchschnittlichen Temperaturen nicht auf eine tägliche Laufzeit von zehn Stunden angewiesen sind. Allerdings wäre auch bei einer Klimaanlagenlaufzeit von sieben oder acht Stunden die zehnstündige Inbetriebnahme eines Deckenventilators kostengünstiger.

Wenn es noch sparsamer sein soll: Energiesparventilatoren

Wem die Stromkosten für einen regulären Deckenventilator trotzdem zu hoch sind, der kann auf einen Energiesparventilator zurückgreifen. Sie arbeiten mit Gleichstrommotoren und verbrauchen auf der höchsten Betriebsstufe (Stufe 3) lediglich 30 Watt pro Stunde. Damit entstehen in einer Stunde Energiekosten in Höhe von 0,72 Cent. Hochgerechnet auf die Woche entsprechend dem oben stehenden Rechenbeispiel ergeben sich Kosten von 50,4 Cent.

Die Betriebskosten eines modernen Ventilators sind gering. Das ist besonders im Zusammenhang mit den verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Lüftungsgeräts attraktiv. Damit ist ein Deckenventilator eine sinnvolle Investition, die nicht für böse Überraschungen auf der Stromabrechnung sorgt.

 

 

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