Gas -oder Infrarotheizstrahler?

Wer sich zum Kauf eines Heizstrahlers entschließt, steht zunächst vor der Frage ob es ein Gasheizstrahler oder ein Infrarotheizstrahler sein soll. Dazu sollte man einige Fakten und Argumente kennen.

Gasheizstrahler

Ein gasbetriebener Heizstrahler verbraucht im Durchschnitt 1100 gr Propangas pro Stunde, bei einer Leistung von 14 KW. 11 kg Propangas (handelsübliche Katusche) kosten aktuell ca. 18,89 €, 1 Stunde Heizbetrieb kosten also ca. 1,89 €. Dazu kommen natürlich noch Kosten für die Katuschen, die Befüllung und den Transport. Ist die Katusche leer, läuft auch der Heizstrahler nicht mehr, dass kann beim Grillfest am Wochenende ziemlich nerven. Da sich in der Regel 11 kg Propangas in einer Katusche befinden und eine Gasstrahler ca. 1100 gr in der Stunde verbraucht, müsste die Katusche nach 10 Stunden gewechselt werden. Leider geht ein Großteil der Wärmeenergie eines Gasheizstrahlers an die Umgebungsluft verloren.

Infrarotheizstrahler

Infrarotheizstrahler gibt es in verschiedensten Ausführungen und Leistungsstärken. Standardmäßig werden Strahler mit einer Leistung zwischen 500 Watt und 2000 Watt angeboten. Man kann natürlich auch mehrere Strahler kombinieren, umso die gewünschte Leistung zu erreichen. Um den ohnehin schwierigen Vergleich zwischen Gasheizstrahlern und Infrarotheizstrahlern einigermaßen fair zu gestalten, gehen wir davon aus, dass ein Infrarotheizstrahler mit 3600 Watt Leistung mit den bereits erwähnten 14 KW des Gasheizstrahlers vergleichbar wäre. Aktuell kostet die Kilowattstunde ca. 0,24 €. Mit 3,6 multipliziert erhalten wir die Kosten für 1 Stunde Infrotheizstrahler-Betrieb bei einer Leistung von 3600 Watt, nämlich 0,86 €. Vergleichen wir diese Zahl mit dem Preis für 1 Stunde Gasheizstrahler-Betrieb, stellen wir eine Ersparnis von 1,03 € fest. In der Regel laufen Heizstrahler ca. 1095 Stunden jährlich (das entspricht 3 h am Tag), das bedeutet eine Ersparnis von 1127,85 € (1095 h x 1,03 €) pro Jahr. Den direkten Kostenvergleich gewinnt der Infrarotheizstrahler damit deutlich.

Auch im Bereich Wärmewirkung punktet der Infrarotheizstrahler, denn seine kurzwellige Infrarotstrahlung erwärmt fast ausschließlich feste Körper und vermeidet so die Abgabe von Wärmeenergie an die Umgebungsluft. Außerdem ist die kurzwellige IR-Strahlung besonders geeignet um eine tiefere Wärmewirkung zu erzielen.

Die Wartungsfreiheit von Infrarotheitsstrahlern ist ein weiteres Plus, denn bei Infrarotheizstrahlern gilt das Motto: "Stecker rein, Einschalten, Wohlfühlen". Durch den Betrieb mit elektrischem Strom kann auf umständliche Gasflaschenwechsel verzichtet werden und die Infrarotheizstrahler sind jederzeit einsatzbereit.

Sicherheit ist für viele Endverbraucher ein wichtiges Thema, gerade wenn Kinder im Haushalt leben. Durch den Wegfall von Gasleitungen und gefährlichen Hitzequellen wird die Unfallgefahr stark vermindert. 

Beim Einsatz von Infrarotheizstrahlern fallen keine direkten Emissionen an (wie beispielsweise Kohlendioxid bei der Verbrennung von Gasen). 

 

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