Welche Arten Heizstrahler gibt es?

Zunächst werden bei Heizstrahlern zwei verschiedene Betriebsarten unterschieden. Da gibt es zum einen gasbetriebene Heizstrahler, die häufig mit Propangas befeuert werden. Zum Anderen gibt es elektrisch betriebene Infrarotheizstrahler. Wer sich für einen Heizstrahler entscheidet muss also zunächst mal zwischen Gasstrahlern oder Infrarotheizstrahlern wählen.

Die Vorteile liegen dabei eindeutig auf Seiten der Infrarotheizstrahler, die jedoch herstellerseitig nochmal nach Art und Wirkungsweise der verwendeten Röhren unterteilt werden:

Halogen-Quarz-Strahler - aufgrund der kurzwelligen IR-A und IR-B Strahlung erwärmen diese Röhren hauptsächlich feste Körper und nicht die Umgebungsluft.  Sie gelten deshalb als besonders geeignet für den Einsatz in Außenbereichen wie Balkon und Terrasse, sowie in Innenräumen.  Da die Wellenlänge ziwschen 780 nm und 3 Mikrometer liegt, spricht man hier auch von"nahem Infrarot" (NIR).

Quarzstrahler - die mittel- bis langwellige IR-Strahlung von Quartzstrahlern liegt eher im Bereich IR-B und IR-C Strahlung. Da deren Wellenlänge zwischen 3 Mikrometer und 50 Mikrometer liegen, spricht man hier auch von "mittleren Infrarot" (MIR). Die Erwärmung von Körpern ist hier wesentlich oberflächlicher und geht weniger in die Tiefe.

Keramik- und Metallrohrstrahler - deren langwellige Strahlung liegt im unteren IR-B Bereiches und hauptsächlich im IR-C Bereich. Da diese Bereiche Wellenlängen zwischen 50 Mikrometer und 1 Milimeter aufweisen, werden sie auch als "fernes Infrarot" (FIR) bezeichnet. Hier findet überhaupt keine Tiefenerwärmung sondern nur eine Oberflächenerwärmung statt.

Carbonstrahler - ähnlich wie bei den Quartzstrahlern ist die Strahlung der Carbonstrahler im mittleren IR-B Bereich und damit im mittelwelligen Bereich (MIR) zu finden.

Dunkle Strahler (Blacklight) - diese in Aluminium eingebettete Edelstahlheizsprirale strahlt vorwiegend im mittel- bis langwelligen IR-B und IR-C Bereich und ermögflicht durch den Verzicht auf eine eine herkömmliche Röhre wohlige Wärme ohne Lichtemission. Durch eine IP65 Schutzzertifizierung können diese Strahler im Innen- wie auch im Außenbereich selbst bei direktem Wettereinfluss eingesetzt werden.

Grundsätzlich kann man von folgendem Merksatz ausgehen: Je kurzwelliger die Strahlen, umso tiefer die wärmende Wirkung und umso geringer der Verlust von Wärmeenergie an die Umgebungsluft.

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