Jugendprojekt genialsozial


genialsozial

Schnuppertag bei creoven: Über das Projekt genialsozial der sächsischen Jugendstiftung

Autorin dieses Blogs über das Projekt genialsozial ist unsere Schülerpraktikantin vom 20.06.2017

Wer als Jugendlicher helfen möchte, das Leben von Menschen aus ärmeren Ländern in der sogenannten „Dritten Welt“ zu verbessern oder soziale Projekte im Umkreis zu unterstützen, hat nicht viele Möglichkeiten. Klar kann man an Organisationen spenden, aber viele wollen dann doch lieber selbst anpacken und mithelfen.

Inhalt:

Wie kann man überhaupt mithelfen?

Mit der Teilnahme an sozialen Projekten wie diesem zum Beispiel.Genialsozial ist ein Projekt der sächsischen Jugendstiftung. Alle Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse in Sachsen können teilnehmen und so gutes tun, aber auch gleichzeitig einen Einblick in den Berufsalltag bekommen. Die Idee dahinter ist, dass mit vielen Jugendlichen gemeinsam großes bewirkt werden kann.

Für die fünften und sechsten Klassen wird allerdings empfohlen, an Gruppenaktivitäten unter Aufsicht teilzunehmen. Natürlich muss die Schule dazu auch bei dem Projekt angemeldet sein. Der soziale Tag findet immer am letzten Dienstag vor den Sommerferien statt. Die Teilnahme ist freiwillig. Das bedeutet, die Schüler, die sich nicht für den sozialen Tag angemeldet haben, müssen an diesem Tag ganz normal die Schulbank drücken.

Zum Projekt genialsozial





Schule Aktion

Wie kann man teilnehmen?

Von der Schule bekommt man einen Flyer und eine Arbeitsvereinbarung. Damit kann man dann zu einem Unternehmen oder zu Privatleuten gehen und sich auf eine Tätigkeit einigen. Diese Tätigkeiten sind meistens hilfreiche Aufgaben, für die sonst vielleicht keine Zeit bliebt. Das kann z.B. Zaun streichen bei den Großeltern oder auch Akten sortieren in einer Firma sein.

Die Arbeitsvereinbarung muss dann gemeinsam mit dem Arbeitgeber ausgefüllt werden. Diese besteht aus vier Seiten von denen eine an den Arbeitgeber, eine an die sächsische Jugendstiftung, eine an die Schule und eine an den Schüler geht.

Wohin geht eingenommenen Geld?

Das von den Schülern verdiente Geld wird dann vom Arbeitgeber auf das Aktionstags-Konto von genialsozial überwiesen. Die Einnahmen werden auf unterschiedliche Teilgebiete aufgeteilt:

  • 50% gehen an genialsozial global. Eine Jury aus Schülerinnen und Schülern entscheidet dann, für welche Projekte das Geld eingesetzt wird.

  • 30% gehen an Genialsozial lokal um soziale Projekte im Umkreis zu unterstützen

  • 10% werden für Jugendbildungsarbeit mit den Teilnehmenden von genialsozial verwendet.

  • 10% werden für die Organisation und Durchführung des Projektes verwendet.

Norwegen

Geschichte

Die Grundidee für dieses Projekt stammt aus Norwegen. Sie entstand 1964 unter dem Namen Operasjon Dagsverk. Das bedeutet so viel wie „Aktion Tageslohn“. Operasjon Dagsverk ist die größte Jugendsolidaritätsaktion in Norwegen. Dabei arbeiten junge Menschen einen Tag lang um so anderen jungen Menschen in den Entwicklungsländern zu helfen.

Nachdem 1964 auf der Jahreshauptversammlung des norwegischen Gymnasiastenverbandes (NGS) ein junger Mann als Redner darüber sprach, dass es an der Zeit wäre ,dass die Jugend in Norwegen ihren Blick auf die Welt richtet, wurde noch im selben Jahr das erste Mal das Projekt in Norwegen gestartet.

Dieses Projekt gibt es mittlerweile unter verschiedenen Namen auch in vielen anderen Ländern Europas und seit 2005 auch im Freistaat Sachsen.

 










Projekt Afrika

Projektbeispiele

Papua Neuguinea 2006 (Funkstationen)

Die Mehrheit der Einwohner Papua Neuguineas lebt in abgelegenen Gebieten wie in Bergdörfern oder im Dschungel. Meist gibt es sogar nicht mal Anbindung an andere Orte oder Dörfer. Dort ist es fast unmöglich an Nachrichten heranzukommen, denn Internet, Radio und Fernsehen gibt es dort nicht. Auch wenn es zu Notfällen wie schweren Unfällen kommt, gibt es keine Möglichkeit mit der restlichen Welt zu kommunizieren.

Glücklicherweise konnte das Leipziger Missionswerk mit Hilfe von genialsozial in 15 Dörfern Funkstationen errichten. Jetzt werden die Stationen von einheimischen Jugendlichen geleitet, die vorher über alles gründlich unterrichtet wurden und jetzt eine neue wichtige Arbeit haben.

 


Togo 2008 (Oberschulzentrum in Animadé)

Die Mitglieder des einheimischen Komitees für Dorfentwicklung erkannte 1998, dass es nicht ausreicht die Kinder nur bis zur sechsten Klasse auszubilden und gründeten ein Oberschulzentrum.

Die Oberschule besaß aber kein eigenes Gebäude, also musste das Grundschulgebäude mit herhalten. Sie konnte aber nur belegt werden, wenn die Grundschüler gerade nicht dort unterrichtet wurden. Auch fehlten Bücher und andere Materialien, die dringend benötigt wurden.

Aber durch die Hilfe von genialsozial konnte der Verein AG Alternativ Handeln e.V. Torgau ein neues Schulgebäude mit Schulkantine, ein separates Gebäude für die Schulverwaltung mit Büro und Bibliothek. Zusätzlich konnte noch ein Brunnen gebaut werden.

 


Kamerun (Anbau eines Waisenhauses)

Die Zustände im Waisenhaus des Ortes Pouma sind sehr schlecht. Das schmutzige Wasser, die Knappheit des Essens und die hygienischen Zustände sorgen für immer mehr Krankheitsfälle. Das „Orientierungszentrum für Migrant_innen und Flüchtlinge“ in Potsdam möchte in Zusammenarbeit mit der Organisation „Famiko“ erreichen, dass das Waisenhaus künftig mit neuen Räumlichkeiten wie einem Kulturraum oder einer Bibliothek ausgestattet wird. Außerdem soll eine Wasserpumpe installiert und Bananen sowie Gemüse angebaut werden. Um die Lebensbedingungen der Kinder zu verbessern sollen sie auch in verschiedenen Bereichen wie Hygiene und Kinderrechte unterrichtet werden.

 




Bildquellen:

Blogbanner Hintergrund: © geralt, pixabay.com, CC0 Public Domain

Stillleben Schule © mozlase__, pixabay.com, CC0 Public Domain
Kind © gentlebeatz, pixabay.com, CC0 Public Domain
Norwegen © cuongdv, pixabay.com, CC0 Public Domain

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