Allergiefrei wohnen

27.07.2016 14:32 von Sarah Barnert

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Allergiefrei wohnen trotz Katze

Das eigene Zuhause ist ein Ort der Entspannung und Regeneration. Mit einigen leicht umsetzbaren Anregungen können auch Allergiker den Wohnraum auf Ihre Anforderungen hin optimieren!

Durchschnittliche Lesezeit: 12 min oder direkt zur Kurzübersicht der Tipps

Inhalt:

Die häufigsten Allergene im Haushalt

Sei es ein beginnendes Unwohlsein bei bestimmten Stoffen oder bereits deutliche Körpersignale wie rote juckende Haut, Herzrasen und verengte Atemwege: Allergien können das tägliche Leben sehr beeinträchtigen. In geschlossenen Räumen sammeln sich oftmals Schadstoffen an, auf die alle Menschen empfindlich reagieren. Hausstaub, Tierhaare etc. sind zwar in großen Mengen auch für Nichtallergiker unangenehm, doch für Betroffene können diese Substanzen spürbar die Lebensqualität verringern und ein ernsthaftes gesundheitliches Risiko darstellen. Gemeinerweise wird so die friedliche Häuslichkeit in den eigenen vier Wänden erschwert. Gut ist es daher, wenn man genau weiß, was seine persönliche Allergie auslöst und wie man diesen Allergieträger vermeiden kann. Mit solchen Vorsichtsmaßnahmen, hat man sie einmal verinnerlicht, lässt sich das Leben wieder genießen.

Zu den bekannten Allergenen im Haushalt gehören:
  • Die Ausscheidungen von Milben im Hausstaub
  • Haare (bzw. Ablagerungen darauf) von Katzen, Hunden und anderen Haustieren
  • hereinwehende Pollen, Gräser, Blüten, Federn, Vogelmilben
  • Chemikalien und Reizstoffe in Putzmitteln
  • austretende Dämpfe aus Möbellackierungen, neuer Kleidung etc.
  • Schimmelpilzsporen
  • Umweltgifte, Feinstaub, Verkehrsabgase
  • Stiche und Bisse von verirrten Insekten
  • Kontaktallergie durch Duftstoffe
Hausstaub Milbe
Nicht schön und auch nicht selten: die Milbe.
Eine Allergie ist eine überstarke Reaktion des Immunsystems auf üblicherweise harmlose Stoffe, die natürlich in der Umgebung vorkommen oder künstlich erzeugt wurden, z.B. Medikamente. Die Allergie muss nicht angeboren sein, sondern kann sich im Laufe des Lebens "schleichend" entwickeln oder durch veränderte Lebensbedingungen ausgelöst werden. Folgende Symptome deuten darauf hin, sollten aber unbedingt durch einen Facharzt bestätigt werden:

  • Atembeschwerden, Kurzatmigkeit
  • Schnupfnase, niesen, husten
  • tränende Augen, schwere gerötete Lider
  • Schwellungen an den Atemorganen Rachen, Mund, Lippen
  • Juckreiz und Ekzeme der Haut
  • ungeklärte Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche

Nehmen Sie eine beginnende Empfindlichkeit nicht auf die leichte Schulter: unbehandelte Pollenallergien z.B. können einen "Etagenwechsel" vollziehen und sich auf höherer Stufe zum Asthma wandeln.

Tipps und praktische Maßnahmen

Nase zu bei Allergie
Atem anhalten ist keine Dauerlösung

Unsere Tipps richten sich allgemein an Allergiker, sei der Auslöser Hausstaub, Haare, Pollen oder Schimmel. Daher sind evtl. nicht alle Hinweise für Sie relevant, doch bestimmt gibt es auch für Ihre Situation Aha-Erlebnisse.
Tipp 1) Analyse der Wohnung
Ziehen Sie in eine neue Wohnung? Dann achten Sie darauf, dass die Lage Ihre Allergie nicht verstärkt. Bei Pollenallergie meiden Sie Gegenden mit vielen Feldern, bei Schimmelallergie ziehen Sie nicht in einen feuchten Altbau. Auch in der (bereits bestehenden) Behausung macht eine gründliche Überprüfung Sinn. Je nach Art Ihrer Unverträglichkeit, trennen Sie sich lieber rechtzeitig von potentiellen Verstärkern! Bei Hausstaub: Wo gibt es unnötige Staubfänger (z.B. unliebsame Geschenke der Schwiegereltern)? Bei Schimmel: Welche Grünpflanzen benötigen viel Feuchtigkeit? Pollenallergie: Welche Fenster liegen zum Waldgebiet?

Tipp 2) Sauberkeit
Dieser Tipp macht zwar nicht allzu viel Spaß, man kommt aber nicht darum herum: putzen, putzen, putzen! Dazu gehört die regelmäßige Befreiung aller Oberflächen von Staub, die Flächen auf Bilder- und Türrahnem dabei bitte nicht vergessen.

Achten Sie darauf, die Flusen bei der Reinigung nicht aufzuwirbeln. Beim feuchten Wischen binden Sie feine Schwebepartikel im Putzlappen und verwehen sie nicht im Wohnraum. Auch elektrostatische Tücher haben eine sehr gute Anziehungskraft. Auf glatten Böden wirbelt Staub beim Putzen evtl. stärker auf, man sieht ihn aber auch sofort und kann ihn dann entfernen. Im Teppichen, besonders solchen mit schönen lockigen Naturfasern, lagert sich Kehricht eher ein. Um ihn nicht unnötig lange zu beherbergen, verzichten Sie daher lieber auf plüschige Vorleger.

Zur schnellen Reinigung zwischendurch gibt es mittlerweile hervorragende Staubsauger mit Allergie- bzw. Feinstaubfilter. Denken Sie daran, regelmäßig die Sammelbehälter zu entleeren. Wirkt Hausstaub als sehr starker Reiz, lassen Sie die Reinigung von einer bezahlten Putzhilfe durchführen, am besten, wenn Sie selbst außer Haus sind. Auch mit Mitbewohnern oder netten Nachbarn können Sie ggf. ein Arrangement zur gegenseitiger Hilfe treffen.

Auch bei Schimmelallergie ist eine regelmäßige Hygiene im allen Zimmern eine gute Möglichkeit, Wasseransammlungen z.B. am Fensterbrett und verborgene Stockflecken frühzeitig zu erkennen.

Tipp 3) Einrichtung und Möbel
geruhsamer Schlaf
Milben adé!
Investieren Sie für den erholsamen Schlaf in eine antiallergische Matratze, Bettlaken und Decken. Allergiker-Bezüge werden häufig unter dem Begriff "Encasing" angeboten, womit milbenfangende Zwischenlagen aus Vlies gemeint sind. Die Bezüge sollten alle bei hohen Temperaturen (Kochwäsche) waschbar sein und trotz dem Krabblerschutz eine gute Luft- und Schweißdurchlässigkeit haben.
Staubfrei olé!
Obgleich antike Bauerschränke mit deutlich hervortretender Holzmaserung und Astlöchern genau Ihr Geschmack sind, entscheiden Sie sich lieber für (moderne) Möbel mit graden Flächen. In feinen Rillen könnte sich sonst Staub ablagern. Das gleiche gilt für Tapeten bzw. dekorative Wandputztechniken: Je glatter die Oberfläche, desto weniger Ablagemöglichkeit finden umherschwebende Luftpartikel.

Polstermöbel, Gardienen und Zierkissen können einem Raum zwar Gemütlichkeit verleihen, doch sollten Sie stark strukturierte Stoffe wie z.B. Samt und Kunstfell vermeiden. Auch Gardienen wählen Sie in abweisendem glattem Material, das gut in der Maschine waschbar ist!

Tipp 4) Pollenflug vorbereitet entgegensehen
Pollen Gräser Allergie
In Frühjahr und Sommer ist es für Pollenallergiker nicht ohne Risiko, unbeschwert das Fenster zu öffnen. Frische saubere Luft muss aber schon allein zum Luftwechsel hinein. Abhilfe schaffen beispielsweise Pollenfilter und -vliese, die wie ein Fliegengitter am Fenster angebracht werden. Zudem ist es sinnvoll, die tägliche Flugvorhersage zu beachten und Lüftungszeiten daran anzupassen. Auf dem Lande fliegen Pollen vermehrt morgens, in städtischen Gebieten eher abends.

Weitere Vorsichtsmaßnahmen: Straßenkleidung, wenn möglich nicht mit ins Schlafzimmer nehmen, sondern bestenfalls räumlich weit entfernt ablegen. Waschen Sie Haare und Körper vor dem zu Bett gehen, wenn möglich täglich. Und damit Sie keine Pollen ins Haus tragen, Wäsche lieber im geschlossenen Raum trocknen lassen!

Tipp 5) Schimmelbildung keine Chance geben
Durch Wasserdampf (Atmung, duschen, kochen) benetzte Flächen bieten einen guten Nährboden für Keime und Pilzsporen. Unabhängig von Filteranlagen und luftverbessernden Geräten muss daher Innenraumluft regelmäßig nach Außen abtransportiert und durch Frischluft ersetzt werden. So verhindern Sie auch eine zu hohe CO2-Belastung und garantieren die optimale Sauerstoffversorgung. Denn auch wenn Ihr Immunsystem von abgestandener Luft angekratzt ist, haben Allergien ein leichtes Spiel.

Tipps zur Schimmelvermeidung im Blog "Raumklima optimieren"

Alle Tipps auf einen Blick:
  • gründliche Wohnungsanalyse
  • regelmäßig wischen und Bezüge waschen
  • Anti-Allergie Produkte (Staubsauger, Matratzen etc.) nutzen
  • Wasseransammlungen entfernen und Ursache beobachten
  • nur mit frischer Kleidung und gewaschenen Haaren ins Bett
  • Frischluft- und Innenraumfilter, ggf. Pollengitter
  • regelmäßiger Luftaustausch zur Schimmelvorsorge

Motorisierte Unterstützung: Lüftungsanlagen mit Filter, Luftreiniger und -wäscher

Besucher an der Tür
Gäste bringen Blumen mit! Und ungewollt auch das ein oder andere Katzenhaar…

Selbst wenn Ihre Wohnung bestens auf Ihre Allergie ausgerichtet ist, kann dennoch jeder Paketbote Pflanzenpollen oder Milben von draußen mit hineintragen. Auch die tägliche Lüftung birgt das Potential zu frischen Allergenen. Um die Innenraumluft davon frei zu halten, gibt es zwei vollautomatische Möglichkeiten, die sich in ihrer Anwendung sehr gut ergänzen:

1) Fürs Grobe: Frischluft von außen filtern
Verbrauchte stickige Luft soll natürlich regelmäßig ausgewechselt werden. Doch für Ihre sensiblen Bedürfnisse ist es nicht ausreichend, sauerstoffhaltige Außenluft zuzuführen. Bei installierten Lüftungsanlagen für den gesamten Bau oder auch nur zur Belüftung einzelner Räume sind daher Filter vorgeschaltet. An Lüftungsöffnungen lassen sich selbsttätige Verschlussklappen anbringen, die grobe Verunreinigungen fernhalten. Lüftungsgitter für den Innen- und Außeneinsatz und Filterboxen verhindern das Eindringen von Schmutzpartikeln, Staub und Pflanzenteilen in die Lüftungsschächte. Diese fallen aber je nach Hersteller unterschiedlich grob aus und sind nicht immer den erhöhten Anforderungen eines Allergikers gewachsen. Es empfiehlt sich bei bereits installierten Anlagen, auf die Sie keinen Einfluss mehr haben, zusätzlich ein Gerät zur Luftreinigung bzw. Luftwäsche griffbereit zu halten.

Ausgesuche Filteranlagen für zentralen und dezentralen Einsatz



2) Die Feinarbeit: Innenraumluft regelmäßig reinigen
Auch, wenn Sie Außeneinflüsse durch Filteranlagen fernhalten, lassen sich natürlich vorkommende Bakterien, mikroskopisch kleine Mitbewohner und Hausstaub nicht ganz vermeiden. Solche Allergene fallen regelmäßig neu an und sollten daher auch entsprechend oft ausgefiltert werden. Reine Hygienemaßnahmen wie z.B. Staub wischen sind ein guter Anfang aber noch nicht ausreichend. Eine bis zu 99,97% keimfreie, unbelastete Atemluft erreichen Sie dennoch - und das sogar ganz mühelos! Entscheiden Sie sich beispielsweise für einen unserer angebotenen Luftreiniger bzw. -wäscher, können Sie beruhigt durchschlafen und den Tag unabhängig von Beschwerden gestalten. Grobe, sichtbare Partikel wie Haare, aber auch feinste Stäube und sogar Mikroorganismen werden zuverlässig entfernt. Viele Geräte bieten zusätzliche Servicefunktionen zur bequemen Bedienung, dazu gehören beispielsweise der automatische Nachtmodus und der programmierbare Timer.

Möchten Sie trotz Allergie Ihre Katze behalten oder auf die Anschaffung einer neuen Matratze verzichten? Luftreiniger haben zwar eine sehr hohe Reinigungskraft, können bei fortbestehender Allergieursache die Beschwerden aber nur lindern, nicht aufheben. Dennoch ist es natürlich ein sicheres Gefühl, gegen etwaig auftretende Leiden mindernde Medizin und Geräte zur sofortigen Luftreinigung parat zu haben.

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Quellenangabe:
http://www.gesundheit.de/krankheiten/allergien
http://www.dha-allergien.de/hilfsmittel.html
http://www.allergie.hexal.de/tipps-allergie/pollenallergie-heuschnupfen/
http://www.bencard.de/allergie-patienten/service-center/praktische-tipps-fuer-allergiker/

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